Reorganisieren

Menschen sind an einer Reorganisation beteiligt. Menschen werden das Unternehmen verlassen müssen, ob sie dazu gezwungen sind oder nicht. Sie würden erwarten, dass die anderen, die daher weiterhin in der Organisation arbeiten, für den Erfolg der Reorganisation sorgen. Es wird oft angenommen, dass diese Gruppe, die keine Opfer ist, weiterhin enthusiastisch und motiviert arbeitet. Das ist nicht wahr. Es scheint, dass die Auswirkungen von Reorganisationen auf diese Personengruppe so groß sind, dass ihr Vertrauen und ihr Engagement drastisch abnimmt.

Diese Personengruppe scheint Schuldgefühle, Ungerechtigkeit, Wut und Arbeitsplatzunsicherheit zu haben. Dies hat Auswirkungen auf das Arbeitsverhalten, die Einstellung, die Motivation und das Engagement. Die Beibehaltung ihres Arbeitsplatzes oder ihrer Position in der Organisation führt für diese Personengruppe nicht zu Dankbarkeit oder Seelenfrieden, sondern im Gegenteil, nämlich zu einem höheren Stresslevel. Die Ursache hierfür ist in der Verletzung des psychologischen Vertrages zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch die Umstrukturierung zu finden. Dieser implizite Vertrag bietet Beschäftigung im Austausch für Engagement und Loyalität. Die Verletzung dieses Vertrages durch Reorganisationen wird zweifellos negative Auswirkungen auf die Produktivität haben. Dieser Effekt von Reorganisationen wird stark unterschätzt.